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Die Zementherstellung ist ein in mehrere Teile gegliederter Prozeß:
Die wichtigsten Teile sind die Gewinnung des Rohmaterials, Brechen und
Mahlen zu Rohmahl,
Brennen zu Klinker und das Mischen und Mahlen zum Fertigprodukt Zement.
Nachdem das Rohmaterial in Steinbrüchen vorwiegend durch Sprengen gewonnen
wurde, wird es in Brechanlagen zu Schotter zerkleinert. Das dann mit Hilfe
der Abwärme vom Brennofen getrocknete Material wird nun zu Rohmehl zermahlen.
Zum Einsatz kommen entweder mit Stahlkugeln gefüllte Rohrmühlen, die um
ihre Längsachse rotieren, oder Walzenmühlen mit umlaufenden Stahlwalzen
oder auch feststehende Walzen, die das in der rotierenden Wälzschüssel
befindliche Gut zermahlen.
Bevor nun das Rohmehl in den Brennofen gelangt, durchläuft es Vorwärmeranlagen
und wird durch die Abgase des Brennofens auf 800 °C am Ofeneingang aufgeheizt.
Dabei wird dem Kalk die Kohlensäure entzogen.
Hauptsächlich kommen Drehöfen zur Herstellung von Zementklinker zur Verwendung;
das sind unter 3 bis 4 % geneigt liegende, feuerfest ausgemauerte Stahlröhren,
die sich langsam mit 1,3 bis 2 Umdrehungen in der Minute drehen. Durch
die Drehung des geneigt liegenden Rohres bewegt sich das Mehl von der
Aufgabestelle zur Flamme am unteren Ofenende. In diesem Bereich beginnt
das Brenngut bei Temperaturen um 1450 °C zu sintern, das heißt teilweise
zu schmelzen.
Beim Brennen des Rohmehls zu Klinker entstehen neue chemische Verbindungen,
die die hydraulische Erhärtung des Zementes ermöglichen.
Danach verläßt der Klinker als rundliche Partikel unterschiedlicher Größe
mit einem Durchmesser von bis zu 3 cm den Brennofen. Ein nachgeschalteter
Kühler kühlt ihn auf 100 bis 300 °C ab.
Der Klinker wird vorwiegend in Silos oder in Hallen gelagert und noch
einmal homogenisiert.
Um ein reaktionsfähiges Material zu erhalten muß der Klinker nun alleine
oder zusammen mit Zuschlagstoffen in Rohr– oder Walzmühlen zu Mehl gemahlen
werden.
Von den Zuschlagsstoffen ist es abhängig was für eine Zementart produziert
wird. Zuschlagsstoffe sind unter Anderem Hüttensand, natürlichem Puzzolan
(Traß), Ölschieferabbrand, Flugasche oder Kalksteinmehl und ein Gemisch
aus Gipsstein und Anhydrit als Erstarrungsregler.
Zement ist hygroskopisch, d.h. er nimmt schnell Feuchtigkeit auf, auch
aus der Luft. Um eine Erhärtung durch Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern,
muß Zement in Silos trocken gelagert werden.
Vom Silo gelangt er zu den Packmaschinen (Sackzement) oder zur losen
Verladung.
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